Heute ist der 15. Dustermond 19 n.B.

Agrond Steinhauer
Agrond Steinhauer

Tecat im Zeichen Riasons

Ich wurde im Jahr 20 v.B. als jüngstes von 6 Kindern in Tarnow geboren. Meine Eltern waren einfache Leute. Mein Vater Gerholf war Steinmetz, meine Mutter Freyhyld Näherin. Wir lebten glücklich, wenn auch nur auf das Nötigste beschränkt in der Hochebene von Nordstein. Eine Ansiedlung von ein paar Häusern nannten wir unser zu Hause. Selbst in einer solch abgelegenen Siedlung harrte die schützende Hand des Gesetzes, vertreten durch den Orden der Tecaten, über uns. Doch auch wenn die Ordnung immer präsent war, so konnte die Ordnung aber nicht verhindern, dass die Winter sehr hart wurden und so manche Familie mit ihren Vorräten nur knapp überlebte. Meine Familie war eine davon, und daher war es nicht verwunderlich, dass meine Eltern im Jahre 14 v.B. eine Entscheidung trafen, die mein Leben komplett verändern sollte.

Im Lenzmond trafen Tecaten in unserer Siedlung ein, die nach der Bevölkerung sehen wollten, ob es etwas zu schlichten oder zu untersuchen gab. Es war immer eine besondere Zeit, wenn Tecaten anwesend waren. Jeden Tag gab es einen Götterdienst und sie lasen uns aus der Heiligen Schrift vor. Am Abend kehrte mein Vater, verspätet, aber sehr zufrieden in unser Haus zurück. Er tuschelte mit meiner Mutter, setzte sich dann an unseren Tisch und aß mit uns. Nach dem Essen teilte er mir mit, dass ich am nächsten Tag mein Elternhaus für immer verlassen würde, um meine Ausbildung im Orden der Tecaten zu beginnen.

Wenige Tage später fand ich mich in Thallengar wieder und begann meine Ausbildung. Ich wurde an Schwert, Rabenschnabel und dem Kriegshammer ausgebildet. Der Schild war mein ständiger Begleiter. Ich lernte die Heilige Schrift und die Gesetze der Tecaten. Meine schnelle Auffassungsgabe und meine Fähigkeit anderen zuzuhören, offenbarte mir schnell Riason gefällige Aufgaben. Immer wieder wurde ich zu Streitigkeiten gerufen und schlichtete.

Über die Jahre verschlechterte sich die Situation in Tarnow und im Jahre 4 n.B. trat man dem Orden mit Missgunst und Waffen gegenüber. Bei den in diesem Jahr stattfindenden Scharmützeln erschlugen Gläubige andere Gläubige und es war furchtbar.

Die furchtbare Tragödie nahm ihren Lauf und mit einem Schlag war unser Orden fasst ausgelöscht. Nun waren wir nur noch wenige. Ab diesem Tag übten wir uns in Demut, um in den Augen der Götter wieder an Ansehen zu gewinnen. Der Großmeister befahl uns in die Entrückten Gebiete zu reisen und aufzuklären wie ein solches Unglück geschehen konnte. Doch dadurch, dass wir unseren Fokus auf die Entrückung gelegt haben, verloren wir weitgehend unseren Einfluss in Tarnow. Unser Orden versank nahezu in der Bedeutungslosigkeit.

Da meine Dienste im Moment nur wenig gebraucht wurden, entsandte man mich, um durch Yddland zu reisen und neue götterfürchtige Ordensbrüder zu finden. Der Orden muss wieder aufgebaut werden. Und so verließ ich Tarnow gen Yddland.

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