Heute ist der 22. Eismond 24 n.B.

Carmina
Carmina

Der Weg nach Yddland war für Carmina weit. Von ihrem Geburtsort Thorwal in Aventurien trennen sie viele Seemeilen, doch hat sie den Schritt in ein neues Leben nie bereut. Pflichtschuldig ihrer gewählten Heimat gegenüber trat Carmina der Yddlandgarde bei und war bis zu ihrer Auflösung 13 n.B. ein unentbehrliches Mitglied als Trossweibel.

Als Mutter der Kompanie, liebevoll auch Hurenweibel genannt, kümmerte sie sich aufopfernd um die kleineren und größeren Wehwehchen der anderen Gardisten von Hunger über Heimweh bis hin zu mittelschweren Pfeilwunden. Doch nicht nur ihre mütterliche Art, auch ihre Erscheinung ist durchaus imposant, stellt sie doch mit Leichtigkeit einen ausgewachsenen Recken in den Schatten.

Seit dem Ritterschlag von Konrad von Câlsenwacht und der Auflösung der yddländischen Garde im Jahr 13 n.B., dient Carmina als Schwertmaid und Bogenschützin unter Konrads Wappen.

Nach der Bekanntgabe des Verschwindens des Ritters Konrad von Calsenwacht durch Baron Gedron von Alsân am 28. Schmelzmond des 21. Jahres n.B. und der Verstoßung nach dem Wiedererscheinen des Ritters zur Kronratsitzung im Erntemond des Jahres 21.n.B. wurde Carmina zum Weibel Alsâns ernannt. Betraut mit ihren neuen Aufgaben, schickte Baron Gedron von Alsân Carmia ins Land und darüber hinaus, um neue Rekruten und vor allem einen fähigen und tauglichen Ritter für Alsân ausfindig zu machen.

Am 22. Erntemond im Jahre 22 n.B. kehrte Carmina nach einer langen Reise des Suchens und Rekrutierens schließlich zurück zu ihren Mannen und Frauen, die sich gemeinsam mit dem Baron von Alsân in Orkenstein befanden. Auf dem Heimweg gingen ihr tausende Dinge durch den Kopf, denn sie wurde bei einem Hinterhalt einiger vogelfreier Wegelagerer schwer verwundet. Wie sollte sie mit nur noch einem Augenlicht jemals wieder ihrem Herrn begegnen oder gar sicher einen Pfeil ins Ziel bringen. Sie war Waibel und könne doch so keine Truppe befehligen. So entschied sie sich, beim nächsten Zusammentreffen mit Gedron Baron von Alsân um die Entlassung aus seinen Diensten zu bitten.

... Da der Herr von Alsân dieser inständigen Bitte nicht nachkam, sah Carmina keinen anderen Ausweg als sich auf den Paragraphen 11, Absatz 1 des Lex Patria Iddlandia, Buch Ius Poena zu beziehen und dessen Umsetzung anzukündigen, die aufgrund unschuldbarer Ereignisse straffrei bleiben würde. So gestattete Gedron die Bitte Carminas. Sie legte ihr Banner, die Pelerine, den Bogen und Pfeile sowie die Kennung des Waibels in seine Hände und begab sich umgehend, wie im vorherigen Gespräch besprochen vorerst ins freimagische Kloster der Riasina nach Alsân.

Die Stimmen der Götter wurden schon länger etwas lauter in ihrem Kopf und die luziden Träume der Vergangenheit traten mehr und mehr aus dem unverständlichen Schatten in das erkenntnisreiche Licht. Seit Navar anh Saja ihr mit Hilfe der sieben großen und Herrlichen Götter vor vielen Jahren das Leben rettete, wandelte sich ihr Blick auf die Allwissenden. Einige Wochen nach der Ankunft im Kloster wurde sie auf die Reise geschickt, das Leben und Denken all dieser zu erfahren und erlernen und in sich selbst zu hören, welche die Sieben sich ihrer erbarmen und annehmen wird. Zuletzt schrieb sie Briefe aus dem Kloster des Riason in Arbon/Trigardon an Navar.

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